TrailTrophy Latsch

Am Donnerstagmorgen machten wir uns mit unserem Kumpel Fabi auf den Weg in Richtung Vinschgau, ein Stopp bei Bäcker Ruetz in St. Anton am Arlberg durfte dabei selbstverständlich nicht fehlen. Aufgrund des Pfingstwochenendes waren wir selbstverständlich nicht allein auf der Straße unterwegs. Gegen 14 Uhr erreichten wir unser Ziel, das Haus Monika direkt am Eventgelände der Trail Trophy. Wir kauften großzügig ein und bereiteten unsere Trailbanger auf den bevorstehenden Renneinsatz vor. Claire hatte sich bei einem Sturz im Bikepark Oberammergau leider die Bremsleitung abgerissen, zum Glück kamen unsere Tr!ckstuff Direttissimas rechtzeitig vom Service zurück, somit war auch die Bremspower gesichert! Einige kurze Gewitterschauer luden nicht zur Trailerkundung ein, aus diesem Grund entschieden wir uns für einen guten Abend in geselliger Runde.

FREITAG

Gemütlich frühstücken, Startnummer montieren, Beine warm strampeln um ca. 14:30 Uhr machten wir uns im 7. Startblock in der Race-Reisegruppe bestehend aus Jenny, Fabi und uns beiden auf den Weg zu Stage 1. Aus dem vergangenen Jahr wussten wir schon was uns auf dem „Trailzauber“ bevorsteht – „dappen,dappen,dappen“ – bis die Lunge brennt, flach, gerade, Kurve & bergauf und das gefühlt die ganze Zeit, hier ist eine Variostütze echt goldwert. Am Ende der Stage angekommen hörte man einen Großteil der Leute schnaufen & husten – dieser Trail verlangte einem einiges an Kondition ab!

Die 2. Stage war ebenfalls sehr tretlastig, was Alexa zum Verhängnis wurde. Sie hakte mit dem Pedal an einem Stein ein und hechtete kopfüber die Böschung hinab. Im Ziel angekommen bildete sich direkt eine Menschentraube um sie, da der gesamte Unterarm blutüberströmt war. Teamarzt Jenny konnte mit Hilfe der von den anderen Teilnehmern herbeigeeilten Verbandsmaterialien die Blutung stoppen. So fuhren wir mit der lädierten Alexa zu Stage 3 – der Bierkeller. Wir starteten wieder im Train, Fabi, Alexa & Claire hinterher. Bei der scharfen Rechtskurve hinein in den Trail „Bierkeller“ rutschte Fabis Vorderrad weg, Alexa fuhr vorbei, Fabi hinterher auch Claire wurde von diesem kurzen Crash ausgebremst. In einer scharfen Linkskurve hielt Alexa an, um Fabi vorbeizulassen. Was ein Scheiß! Auch Claire konnte aus diesem Grund die Kurve nicht fahren und verlor Flow – wie auch wichtige Sekunden. Im Ziel angekommen machten wir uns auf dem Weg zum Sanitätswagen. Wie auch schon Jenny sprachen die Sanitäter die Empfehlung aus die Wunde nähen zu lassen. 4 Stunden und 6 Stiche später konnten wir von unserem Kumpel Max im Krankenhaus in Schlanders aufgesammelt werden. Wir freuten und auf dem Eventgelände auf unsere große Pasta Portion. So viel Aufregung und das schon am ersten Renntag…das kann ja was werden…

Der Nightride lief ohne große Vorkommnisse, unfreiwillig fuhren wir als „Teamtrain“ – Saiklsenduro feat. Mikes Bikes – etwas mehr Abstand wäre sicherlich nicht falsch gewesen, aber so gibt es dieses geniale Bild von uns 3:

SAMSTAG

Am Samstagmorgen durften wir beweisen, dass wir die Strecke des Nightride – den Burgtrail bei Tageslicht schneller fahren können. Gesagt – getan! Danach ging es einige hundert Höhenmeter bei 32°C auf der Teerstraße in Richtung Stage 6. Dieser bestand aus Aigentrail und einem Stück des 4ers. Flow, Kurven, Wurzeln, treten – alles mit dabei gewesen. Zu erwähnen ist, dass die Trails allesamt sehr trocken waren, zu trocken um genau zu sein. Besonders offene Kurven sind bei diesen Bedingungen sehr heimtückisch, hier sollte man Vorsicht walten lassen.

Die Stage 7 war das Spitzkehrenmasakker – Claire rutsche in einer der engen Kurven weg, gleich in der übernächsten Kurve blieb sie aus unerklärlichen Gründen mit der Hose am Sattel hängen und legte sich wieder ab – so ein Scheiß! Im Ziel angekommen war der Grund des 2. Sturzes deutlich erkennbar, die Hose hatte einen riesigen Riss, in diesem verfing sich der Sattel. Anschließend machten wir uns auf den Weg in Richtung Eventgelände und Mittagspause. Nach einer guten Semmelstärkung und der Wiederauffüllung des Flüssigkeitenhaushaltes machten wir uns per Bergbahn hinauf zu St. Martin. Stage 8 war ein Teil des Sunny Benny – hoi ganz schön „rumpelig“! Hier war definitiv Fahrkönnen gefragt, um geschmeidig und schnell das Ziel zu erreichen. Mental bereiteten wir uns schon auf eine Schlüsselstelle vor, diese wurde im vergangenen Jahr umfahren, da es im Nassen zu gefährlich war. Heute sollte Sie dran glauben, an der Stelle angekommen – SHIT der Streckenposten steht mitten in der Ideallinie und verweist uns per Handzeichen auf den Chickenway, was soll denn das? Als wir 3 Damen im Stageziel ankamen fragten wir die Jungs, ob der Steckenposten bei ihnen auch im Weg stand – Fehlanzeige! Tatsächlich meinte es dieser Kerl wohl vermeintlich gut mit uns als er uns umleitete…nicht nett! Stage 9 war ein Teil des Tschilitrails bis nach den Annaberger Böden – hier musste man noch einmal seine Fitness und Linienwahl unter Beweis stellen, bevor es in den verdienten Feierabend gehen sollte.

SONNTAG

Die Startreihenfolge sollte aufgrund der Wettervorhersage umgekehrt werden, um den vermeintlich langsameren Fahrern länger „trockenes“ Fahren zu ermöglich.  Der Regen setzte jedoch schon etwas früher ein als „geplant“. Es goss aus Strömen als wir mit dem Lift auf die Tarscher Alm fuhren.

Diese Bedingen spielen Claire sehr in die Karten, da Sie auf nassem Untergrund im Verhältnis wirklich fix unterwegs ist – bereits im letzten Jahr konnte Sie am letzten, auch nassen Tag der TrailTrophy noch einmal zwei Plätze gut machen. Aus diesem Grund freute Sie sich über den einsetzenden Regen. Stage 10 war ein Teil des 1er Trails: Steil, Steinig, Wurzelig – auch im trockenen kein einfacher Trail. Hier mussten die Bremsen sehr wohl dosiert werden um nicht wegzurutschen. Gesagt, getan – Claire fuhr die beste Stage des Rennens konnte den 2 Fahrer vor Ihr gestarteten Mitstreiter bereits im 1/3 der Stage überholen und hatte auch 2 andere Starter stets im Blickfeld. Wie ein König grinsend stand sie im Ziel und freute sich über die sicherlich sehr gute Stagezeit, die an der Platzierung sicherlich nicht etwas hätte drehen können! Alexa und Jenny kamen leider nicht sturzfrei ins Ziel und sahen ziemlich mitgenommen aus. Alexa holte sich bei einem Sturz ein dickes Ei am Schienbein, Jenny schmerzte nach einem Sturz die Schulter – leider eine schlechte Teambilanz L Nun erfuhren wir, dass der ASV Latsch beschloss die Stage 10, sowie die folgende 11 zu streichen. Blankes Entsetzen bei Claire – wirklich sehr schade, wenn man einen perfekten Lauf bei widrigen Bedingungen hinlegt und diese Stage dann gestrichen wird. But – that´s racing! Somit machten wir uns auf den Weg zu Stage 12 – die Schlange ging über den halben Trailzauber, wir waren bis auf die Bibshorts nachgeregnet und Standen ca. 1,5 Stunden an um dann die letzte Stage des Rennens zu fahren. Das waren leider keine optimalen Bedingungen um noch einmal alles aus sich herauszuholen, besonders da ein großer Teil des Starterfeldes nicht vom Berg kam, sondern direkt vom trockenen Start. Stage 12 bestand aus einem Teil Trailzauber( also Stage 1) und bog dann scharf rechts auf den Jägersteig ab. Einige Zuschauer  standen am Rand und feuerten uns auf den letzten Metern des Rennes noch einmal ordentlich an – vielen Dank für die letzte Motivation!

ERGEBNISSE

Alexa Platz 5 – 37:18.61
Claire Platz 7 – 37:45.32
In der Teamwertung mit unserer Freundin Jenny konnten wir auf den 2. Platz fahren!

Gerne möchten wir uns bei der Crew rund um Thomas Schlecking für die klasse Veranstaltung bedanken – wir freuen uns schon aus nächste Jahr!